Von Seurre nach Verdun le Doubs

Nach längerem Werweissen, ob wir denn nun in diesem beschaulichen Örtchen doch noch etwas verweilen sollen, entschieden wir uns, die Reise fortzusetzen. Irgendwann wollen wir ja dann schon in den Grossraum Avignon vorstossen. Schliesslich haben wir wegen der defekten Heizung bereits annähernd eine Woche bei H2O vertrödelt. Kabola, der Heizungshersteller, hat heute ein Paket für uns in Vianen NL zu uns geschickt. Wir holen es kommende Woche in St. Jean de Losne ab. Unser Auto steht ja ohnehin noch dort.

Nun denn, wir legen in Seurre mit gemischen Gefühlen am frühen Nachmittag doch noch ab. Byebye Seurre.

Sieht halt erneut fast gleich aus wie Tags zuvor. Allerdings muss man zugeben, dass die Saône für diese Grössenverhältnisse ausserordentlich pittoresk daherkommt. Durch die Schleusen-Ettappierung wartet sie auch kaum mit spürbarer Strömung auf-

Ab und zu trifft man auf eine Kuhherde, die da am Flussrand der Zeit entgegendämmert. Man beachte: Die können sich jederzeit am Flusswasser laben oder gar ein erfrischendes Bad nehmen (die Kühe). Für die Menschen ist das Schwimmen in der Saône so eine Sache. Denn die Freizeitschiffe ohne Fäkalien-Tank lassen ihre Hinterlassenschaften noch immer ungefiltert in die Kloake. Dies betrifft vor allem die Mietflotten von LeBoat und Konsorten. Dem Vernehmen nach verfügen die samt und sonders nicht über Holding-Tanks. Alles Sauen!

Bei Schleuse Nr. 6, Ecuelles, gibt’s mal wieder etwas Action.

Ausgerechnet bei einem Vogelnest belegen wir Avalon für die Schleusung. 3,2 Meter geht`s gen Meeresspiegel.

Bevor wir um die 150°-Kurve in den Doubs einbiegen, passieren wir noch die stillgelegte kleine Schleuse von Verdun sur le Doubs….

…und gleich auch noch die stillgelegte gosse.

Da liegen wir doch tatsächlich erneut auf dem Doubs. Nachdem wir auf dem Doubs ja bereits ab Montbéliard navigiert haben. Wenige Meter nach dem Hafen von Verdun mündet der Doubs in die Saône und endet somit hier. Die lange Hafenmauer will uns Madam La Capitaine, die Hafenmeisterin, nicht zur Verfügung stellen. Damit wir mit Avalons 29 Tonnen keine Fingerdocks abknicken, entscheiden wir uns für etwas Hafen-Origami. Man beachte die Schwimmweste an der vorderen Querspring. Die ist zur Kennzeichnung, dass da ein Tau hängt.

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