
Weil es hier so umwerfend schön ist, beschliessen wir, auf der Seille bis nach Louhans weiterzugondeln. Interessanterweise kommen in Louhans gleich zwei Seilles, sowie ein weiterer Zufluss zusammen. Die Hoffnung, dass das Wasser hier dann klarer sein könnte, hat sich dennoch nicht bestätigt.

Diese Tatsache ist insofern für Bedeutung, weil Avalons Schiffsschraube kurz vor der letzten Schleuse, in einem sehr seichten Streckenabschnitt, einen unbekannten Gegenstand aufgegabelt hat. Zuerst wussten wir nicht, ob die Vibrationen gar von einem Schraubenschaden rühren könnten. Mit dem Endoskop versuchten wir, in der Brühe der Seille eine Ursache für den unrunden Lauf zu der Avalon zu finden. Diffuse Sonneneinstrahlung erschwerte dieses Unterfangen zusätzlich. Letztendlich konnten wir zumindest einen Draht oder Silch ausmachen, der um die Schiffsschraube gewickelt zu sein schien. Ein Medallienförmiges Teil könnte allenfalls ein Bleistück aus einer Fischerausrüstung gewesen sein.

Zuguter Letzt blieb dem Schiffsführer nichts anderes, als in diese Kloake zu steigen um dem Übeltäter zu Leibe zu rücken. Mit Seitenschneider und Sackmesser bewehrt begibt sich der Hauptakteur also in die undurchsichtige Brühe. Ein beträchtliches Teil des unerwünschten Ballasts ist wohl unter Wasser der Schwerkraft zum Opfer gefallen.

Derweil macht sich ein gefrässiger Rabe auf der Flying Bridge des Nachbarschiffs zu schaffen.

Selbiger hat allerdings die Rechnung ohne die Besatzung gemacht. Das Tier macht sich unverrichteter Dinge von dannen. Man beachte das fallengelassene Schnittbrot unten rechts.

Den Abend lassen wir mit einem Besuch unter den 157 Arkaden von Louhans ausklingen.



